LASIK-CHIRURGIE

Laser surgery

WIE WIRD EINE LASIK-OPERATION DURCHGEFÜHRT?

Die LASIK-Operation ist ein ambulanter Eingriff, bei welchem das Auge mit Augentropfen örtlich betäubt wird. Diese Tropfen können ein leichtes Brennen verursachen. Anschließend werden die Augenlider mit einer Klammer auseinandergedrückt, damit es nicht möglich ist, während der Operation mit dem Auge zu blinzeln.

Um zu verhindern, dass sich das Auge bewegt, wird es mit einem Ring abgesichert, der die Hornhaut anhebt und flachdrückt. Sobald dieser Ring eingesetzt wird, spüren Sie einen Druck im Auge, so als ob ein Finger auf das Augenlid drücken würde. Von diesem Moment an können Sie nichts mehr sehen. Das Sehvermögen kommt erst nach Entfernung des Rings wieder zurück.

Nun wird das Mikrokeratom, ein automatisches mikrochirurgisches Messer, auf den Ring gesetzt, über welchen es sich nach der Aktivierung bewegt, um eine runde Öffnung in die Hornhaut zu schneiden.

Sie können während dieses Vorgangs ein leichtes Brummen wahrnehmen, das auf den Antrieb der Vorrichtung zurückzuführen ist.
Das Mikrokeratom bleibt so stehen, dass das ausgeschnittene Hornhautscheibchen, der sogenannte „Flap“, mit der Hornhaut noch verbunden bleibt.

Nun wird der Ring mit dem Mikrokeratom abgenommen und der Flap aufgeklappt. Die Hornhaut kann jetzt mit dem Laser bearbeitet werden, der zuvor bereits für die Operation programmiert wurde und über dem Auge zentriert wird.

Während Sie das Licht fixieren, wird das freigelegte Hornhautgewebe mit dem Laser abgetragen. Sie können das Klicken des Lasers vernehmen. Nachdem die Hornhaut durch den Laser die gewünschte Form erhalten hat, setzt der Chirurg den Flap wieder in seine ursprüngliche Position zurück und glättet den Rand. Es dauert nur zwei bis drei Minuten, bis der Flap wieder anhaftet.

WAS IST VOR DER OPERATION ZU BEACHTEN?

Vor der Operation werden vom Augenarzt zahlreiche Tests durchgeführt, um sicherzustellen, dass keine Anomalien vorliegen, die einen positiven Ausgang des Eingriffs beeinträchtigen könnten. Vor allem sollen die Tests bestätigen, dass kein postoperatives Sicca-Syndrom (trockenes Auge) auftritt und Ihre Pupillen nicht zu groß sind, was spätere Nachtsichtprobleme (Halos) hervorrufen könnte.

WAS IST NACH DER OPERATION ZU BEACHTEN?

Es ist normal, in den ersten paar Stunden nach dem Eingriff ein leichtes Brennen zu verspüren, weshalb Sie Zeit einplanen sollten, um nach Hause zu gehen und sich zu entspannen oder ein Bisschen zu schlafen.

Wir verschreiben Ihnen Augentropfen, die den Heilungsprozess unterstützen und gleichzeitig die Trockenheit des Auges lindern. Der Genesungsprozess nach einer Lasik-Operation ist für gewöhnlich angenehmer als bei anderen Methoden der refraktiven Chirurgie, da mit dem Laser Gewebeschichten aus dem Inneren der Hornhaut entfernt werden und nicht von ihrer Oberfläche, die viel empfindlicher ist.

RISIKEN, KOMPLIKATIONEN UND NEBENWIRKUNGEN

Eine Lasik-Operation birgt wie jeder andere chirurgische Eingriff Risiken in sich. Es können Komplikationen auftreten, die sorgfältig überdacht werden sollten. Beispielsweise kann es zu Unter- oder Überkorrekturen kommen, bei denen der gewünschte Korrekturgrad nicht erreicht wird.

Glücklicherweise kann ein solcher Umstand sehr leicht durch Tragen einer Brille, Verwendung von Kontaktlinsen oder eine weitere Operation berichtigt werden. Über- und Unterkorrekturen sind jedoch nur sehr selten dauerhaft.

Die meisten Komplikationen können ohne Sehverlust ausgeglichen werden. Andauernde Sehverluste sind äußerst selten. Trotzdem besteht ein geringes Risiko, dass sich Ihr Sehvermögen nach dem Eingriff verschlechtert, und diese Verschlechterung nicht z.B. durch Tragen einer Brille oder Verwendung von Kontaktlinsen korrigiert werden kann. Ein solcher Verlust an Sehvermögen wird auch als „Verminderung der bestkorrigierten Sehschärfe“ bezeichnet.

WIE GUT WERDE ICH NACH DER LASIK-OPERATION SEHEN?

Wer sich für eine Lasik-Operation entscheidet, sollte realistische Erwartungen haben. Durch den Eingriff wird es möglich, Aufgaben des täglichen Lebens ohne Brille oder Kontaktlinsen auszuführen.
Die meisten Leute, die sich einer Lasik-Operation unterziehen, besitzen ohne Brille oder Kontaktlinsen eine Sehschärfe von 20/20 oder 20/40. Sollte das Ergebnis der Korrektur nicht Ihren Erwartungen entsprechen, kann sich der Chirurg dazu entscheiden, einen zweiten Eingriff durchzuführen, um das Ergebnis zu verbessern.

Alterssichtigkeit (Presbyopie), d.h. der Verlust der Nahanpassungsfähigkeit des Auges, ein normaler altersbedingter Funktionsverlust, kann durch eine Lasik-Operation nicht korrigiert werden. Auch Menschen, die in der Ferne ausgezeichnet sehen, müssen ab einem Alter von 40 oder 50 Jahren zum Lesen eine Lesebrille verwenden. Aus diesem Grunde bevorzugen manche Patienten, nur ein Auge korrigieren zu lassen, und beim zweiten Auge eine geringe Kurzsichtigkeit aufrechtzuerhalten. So kann das korrigierte Auge zum Sehen in der Ferne und das unbehandelte Auge zum Sehen im Nahbereich eingesetzt werden. Da sich ein geringer Prozentsatz von Menschen nicht an diese speziellen Sehbedingungen gewöhnen kann, empfiehlt es sich, vor der Lasik-Operation die unterschiedlichen Sehschärfen der Augen durch Tragen von Kontaktlinsen auszuprobieren.

BIN ICH EIN GUTER KANDIDAT FÜR EINE LASIK-OPERATION?

Grundsätzlich ist jeder, der sich von Brillen oder Kontaktlinsen lossagen möchte, ein guter Kandidat für eine Lasik-Operation. Ob Sie tatsächlich für den Eingriff geeignet sind oder nicht, hängt jedoch auch von Ihrem Lebensstil und Ihren Freizeitaktivitäten ab und davon, ob Ihnen der Eingriff ärztlich verordnet wurde oder nicht.

Für eine Lasik-Operation müssen Sie folgende Bedingungen erfüllen: Sie müssen über 20 Jahre alt sein und an einer Fehlsichtigkeit leiden, die innerhalb der Möglichkeiten der Lasik-Chirurgie liegt; Ihre Brillenstärke darf sich seit einem Jahr nicht geändert haben; Sie dürfen nicht schwanger sein und an keiner Augenkrankheit leiden; zudem müssen Sie sich der möglichen Risiken, Komplikationen und Nebenwirkungen eines solchen Eingriffs bewusst sein.